Emotionen akzeptieren & annehmen - eine kurze Meditationsanleitung in fünf Schritten

Neue Woche, neues Glück... oder etwa nicht? Die Sonne scheint, eine angenehme Brise weht ab und an und es fühlt sich nach einem wunderbaren neuen Tag an. Aber manchmal will sich die innere Zufrieden- und vor allem Gelassenheit irgendwie nicht so richtig einstellen. Woran das liegt? Meiner Meinung nach im Wesentlichen daran, dass die meisten von uns - bewusst oder vielleicht auch nur unbewusst - eine ganze Menge Ballast in Form von eher unschönen Emotionen mit sich rumschleppen. Und da wir in der Regel ja dazu neigen, die negativen Dinge wegzuschieben - ganz nach dem Motto "Gib' mir mehr von dem Schönen und verschone mich mit allem Negativen" - verheddern wir uns immer mehr in diesem Geflecht aus Abwehr, Unzufriedenheit und Leid.

 

Warum das genaue Gegenteil uns letztendlich zum Ziel führt und mit welchen einfachen Schritten Ihr eine Meditation auf die Beine stellen könnt, die uns beibringt unsere eigenen Gefühle (und hierbei geht es insbesondere um die nicht so rosaroten!) zu beobachten und in der Folge auch zu akzeptieren, lest Ihr im heutigen Blogpost.

 

Dass jede(r) von uns eigentlich am liebsten immer nur auf Wolke Nr. 7 unterwegs wäre, ist klar. Aber dass das auf Dauer nicht funktioniert, eigentlich auch. Das Problem ist, dass wir die negativen Gefühle nicht einfach ausschalten oder wegzaubern können. Sollten wir es dennoch versuchen, kommen sie meist - noch viel gemeiner und heftiger - in unser Leben zurück. Sprich, je mehr wir sie ignorieren, desto vehementer suchen sie sich ihren Weg. Entweder auf der psychischen oder (wenn gar nichts mehr hilft) auf der körperlichen Ebene.

 

Insofern ist es ganz wichtig, sich auch den verbannten Emotionen zu stellen, sie zu erkennen und vor allem zu akzeptieren. Dazu anleiten, möchte ich Euch mit der folgenden Übung!

 

Anleitung:

  1. Nehme eine stehende oder sitzende Position ein, so dass die Fußsohlen fest auf dem Boden platziert werden können. Verbinde Dich mit der Erde und atme zunächst ein paar Mal ganz tief in den Bauch ein und wieder aus. Spüre, wie sich mit der Einatmung die Bauchdecke hebt und mit der Ausatmung wieder senkt. Bringe so neuen Sauerstoff zum Gehirn und aktiviere Prana - die Lebensenergie - im Sonnengeflecht.
  2. Nun beobachte für die nächsten Minuten sämtliche Gefühle, die in Deinem Inneren oder aus Deinem Inneren heraus auftauchen. Das kann alles Mögliche sein - z. B. Angst, Trauer oder Wut. Lasse einfach alles geschehen und versuche, ein ganz neutraler Beobachter zu bleiben, der nichts bewertet, beurteilt oder kategorisiert.
  3. Versuche nun mit dem vorrangigen Gefühl (z. B. Angst) in einen Dialog zu treten und frage es, was es von Dir möchte oder was es Dir zeigen will. Lasse alle Antworten zu und bleibe dabei so verständnisvoll, akzeptierend und annehmend wie nur möglich.
  4. Sollten noch weitere Emotionen ihren Weg zu Dir finden, erlaube auch ihnen, da zu sein. Lade sie ein, eine Zeit lang bei Dir zu verweilen und in einen ganz ungezwungenen Dialog mit Dir zu treten. Selbstverständlich hast auch Du die Gelegenheit, den Emotionen Deine Gedanken mitzuteilen. Denke dabei daran, auf alles zu lauschen, was sich seinen Weg nach oben bahnt.
  5. Schließe die Meditation ab, indem Du Dich von allen Gefühlen und Gedanken verabschiedest. Wenn Du möchtest, bedanke Dich für ihren Besuch und atme noch einige Minuten tief und vollständig ein und wieder aus, bevor Du wieder Deine Augen öffnest.

Selbstverständlich ist das Ganze ein Prozess und auch hier geschieht nichts von heute auf morgen bzw. nach einmaliger Praxis. Aber wenn Ihr versucht, diese Meditation relativ regelmäßig in Euren Alltag einzubauen, werdet Ihr feststellen, dass das "Anfreunden" mit den negativen Anteilen in uns gar nicht so weh tut und dass es genau diese Akzeptanz ist, die uns letzten Endes von allem Leid befreien kann!

 

Wenn Ihr mögt, hinterlasst mir gerne einen Kommentar! Ich freue mich auf Eure Erfahrungen und Euer Feedback!

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Kommentare: 1
  • #1

    Ralf (Montag, 22 Mai 2017 18:05)

    Welches war Dein vorrangiges Gefühl?