Yoga-Power in der kalten Jahreszeit!

Es ist wieder soweit: der Herbst gibt dem Winter allmählich die Klinke in die Hand und mit ihm halten eine Vielzahl gemeiner Erkältungsviren Einzug...

Irgendwie habe ich dieses Jahr das Gefühl, dass die Erkältungs- und Grippewelle momentan alles und jeden unter sich zu begraben droht - zumal vor ein paar wenigen Wochen ja (gefühlt) noch Sommer war. Ruck zuck sind die Temperaturen in den Keller gefallen und die sommerliche Witterung hat nahezu eine glatte Vollbremsung hingelegt. Höchstwahrscheinlich zu viel für das gemeine Immunsystem.

In meinen Yogastunden konzentriere ich mich daher in den letzten Wochen zunehmend auf Atemtechniken (Pranayama), die einen stärkenden Effekt haben und so das ganze System wieder auf Vordermann bringen können. Wenn Ihr wissen wollt, welche Übungen am effektivsten sind und wie diese genau in Eurem Körper wirken, dann bitte hier entlang...

Kommt dazu in einen bequemen Sitz (kreuzbeinig auf dem Boden oder einem Kissen) und richtet die Wirbelsäule gerade auf.

  1. Atmet tief durch die Nase in den Bauch und noch weiter hinauf bis in den Brustkorb. Haltet den Atem kurz an und bewegt den Oberkörper während der Atemanhaltephase einige Male ganz entspannt vor und zurück. Mit der Ausatmung die Bewegung beenden und wieder mit der Einatmung beginnen. Die Übung sollte für fünf bis zehn Minuten praktiziert werden.
    Wirkung: Die Lungenkapazität wird erweitert und das Blut wird in die Lage versetzt, mehr Sauerstoff aufnehmen zu können. Infolgedessen werden die Schleimhäute stärker durchblutet und können sich so Verunreinigungen und Krankheitserregern besser annehmen.

  2. Legt die rechte Hand auf den unteren Rücken und streckt den linken Arm nach oben, in Richtung Himmel. Mit der Einatmung dreht Ihr Euch aus der Hüfte heraus nach links und mit der Ausatmung nach rechts - immer im Wechsel. Die Bewegung ebenfalls mindestens fünf bis zehn Minuten wiederholen.
    Wirkung: Unser zentrales Stoffwechselorgan, die Leber, wird stark aktiviert und der Körper dadurch bei der Entgiftung unterstützt.

  3. Die letzte Atemübung wird aus einem gegrätschten Sitz heraus praktiziert. Dafür also am besten das Kissen entfernen, solltet Ihr eins verwenden. Legt die Hände ganz entspannt auf die Oberschenkel oder Knie. Mit der Einatmung dehnt und öffnet den Brustkorb, indem Ihr in eine leichte Rückbeuge kommt, und mit der Ausatmung macht einen ganz runden Rücken (sehr ähnlich der Bewegung "Katze-Kuh"). Das Ganze ebenfalls im Wechsel für ca. fünf Minuten praktizieren.
    Wirkung: Die Lymphknoten in der Leistengegend werden angeregt und dabei unterstützt, Krankheitserreger und Fremdstoffe unschädlich zu machen. 

So, jetzt aber genug der Theorie... und bleibt schön gesund!

 

 

Anmerkung der Autorin: Die oben genannten Übungen ersetzen nicht den Besuch beim Arzt oder Heilpraktiker. Sie sind lediglich als begleitende Maßnahme gedacht und beinhalten kein Heilversprechen. Zahlen und Studien der Berufsverbände belegen allerdings, dass viele Menschen auf verschiedene Weise positive Veränderungen auf Grund einer regelmäßigen Yogapraxis wahrnehmen.

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