Warum es eine ganz bestimmte Verabredung gibt, die Ihr niemals absagen solltet

Obwohl sich die Temperaturen mittlerweile wieder in den angenehmen Zwanzigern eingependelt haben und die Hitze erst einmal hinter uns liegt, ist heute mal wieder einer dieser Tage, an denen - mit Blick auf die anstehenden Yogakurse - eine Abmeldung nach der anderen in mein Postfach flattert. Auch wenn sich niemand erklären muss, sind die Begründungen vielfältig: Stress im Büro, keine Betreuung für die Kinder, keine Zeit, andere Termine, und, und, und... Was mich jedes Mal wundert ist, dass keine der Kursteilnehmerinnen schreibt, sie hätte den Kampf gegen den inneren Schweinehund verloren. Ist das doch ist mit Sicherheit auch einer der Gründe, der es einem ganz besonders schwer macht, sich am Ende eines anstrengenden Tages noch einmal aufzuraffen und auf die Yogamatte zu schwingen.

 

Seien wir doch mal ehrlich: Wenn uns etwas wirklich wichtig ist und am Herzen liegt, dann machen wir es doch irgendwie möglich, oder etwa nicht? Allerdings wird insbesondere dann, wenn es um uns selbst und unser eigenes Wohlbefinden geht, meistens ganz großzügig ein Auge zugedrückt und andere Dinge - und wenn es nur die Couch ist - vorgezogen.

Ohne jetzt mit dem erhobenen Zeigefinger daher zu kommen, möchte ich Euch heute einen ganz einfachen "Lifehack" mit an die Hand geben, der Euch definitiv daran hindert, beim nächsten Mal wieder schwach zu werden. Hört sich gut an? Also los...

 

Viele denken ja immer, dass wir Yogalehrer jeden Morgen schon vor Sonnenaufgang aufstehen, um uns fröhlich pfeifend und hoch motiviert unserer eigenen Yoga-Praxis hinzugeben. Ich glaube, ich verrate kein Geheimnis, wenn ich ganz offen gestehe, dass dem nicht so ist. Ob morgens, tagsüber oder zu irgendeinem anderen Zeitpunkt... auch ich muss mir immer mal wieder einen Ruck geben und mich selbst in kürzester Zeit davon überzeugen, dass sich der Weg auf die Matte definitiv lohnen wird. Hin und wieder werde ich leider auch schwach, aber im Großen und Ganzen gibt es keine Diskussion, denn es gibt eine ganz einfache Methode, um gar nicht erst in diese Bredouille zu geraten: einfach machen! Sehr passend finde ich in diesem Zusammenhang auch den Spruch:

Machen ist wie Wollen, nur krasser!

Klingt im ersten Moment lustig, aber im Endeffekt steckt viel Wahrheit darin. Gut, es kann natürlich immer mal passieren, dass es irgendwie nicht sein soll, denn manchmal ist tatsächlich der Wurm drin. Aber in der Regel bieten sich einem ja meistens mehrere Optionen wenn es darum geht, eine Entscheidung zu treffen. Die Frage ist nur, welcher wir den Vorrang geben?

Zeit mit sich selbst zu verbringen - Quality Time, wie man so schön sagt - ist eine der wichtigsten Verabredungen, die man treffen kann. Eine Verabredung mit sich selbst. Und wenn man bedenkt, wie wunderbar man sich im Anschluss an solch' kleinen Auszeiten vom Alltag immer fühlt, sollte das doch Motivation genug sein, oder? 

Es muss auch gar nicht die Yogastunde sein - auch eine knackige Sporteinheit, ein ausgedehnter Spaziergang oder ein Besuch im Spa gehören mit in diese Rubrik. Mir persönlich hilft es auch immer, solche Verabredungen mit mir selbst wirklich langfristig - an einem bestimmten Tag und zu einer ganz bestimmten Uhrzeit - im Kalender zu fixieren. Das hilft ungemein dabei, nicht jede Woche wieder auf's Neue in die Verlegenheit zu kommen, mit allen möglichen Terminen herum jonglieren zu müssen. Denn was dann passiert ist klar: die Zeit, die man sich eigentlich für sich selbst nehmen wollte, für Aktivitäten, die auf das eigene Wohlfühlkonto einzahlen, fällt "hinten rüber". Also fasst Euch ein Herz, schnappt Euch Euren Planer und markiert die Zeitfenster, die Ihr ab sofort wirklich nur und ausnahmslos für Euch nutzen wollt. Und wenn es dann soweit ist, gibt es auch keine Diskussion mehr - nicht mit dem inneren Schweinehund und auch nicht mit Euch selbst. Einverstanden?

 

 

#einfachmachen