Neues Jahr, neues Ich? Ganz ehrlich? Ich halte davon absolut gar nichts. Denn wenn es darum geht, an sich selbst zu arbeiten, brauchen wir kein Silvester und auch kein Kalenderblatt, das einen Startschuss für uns abfeuert.
Ganz im Gegenteil und egal, worum es geht: Wir können immer JETZT in diesem Moment entscheiden, Dinge anders zu machen - ohne Druck, Stress oder Zwang. Denn wann sind die meisten Vorhaben auch wirklich von Erfolg gekrönt? Genau, wenn wir es tatsächlich wollen und bereit sind, neue Wege einzuschlagen. Und zwar nicht nur bezogen auf unser Handeln, sondern am besten schon einen Schritt davor, wenn es darum geht, wie wir denken...
Falls Ihr auch zu denjenigen gehört, die die Dinge gerne in Frage stellen und dabei tief in Selbstgespräche abtauchen, kennt Ihr ja sicherlich auch die Litanei an Fragen, mit denen man sich dann immer wieder rumplagt:
- Warum habe ich da jetzt wieder so und so reagiert?
- Warum kann ich xyz nicht endlich hinter mir lassen?
- Und die allerbeliebteste Frage, ganz oben an der Spitze: Warum passiert das alles immer nur mir?
Kommt Euch bekannt vor? Im Grunde genommen ist daran, sich hin und wieder solche Fragen zu stellen, gar nichts falsch. Was daran falsch oder besser gesagt ungünstig ist, ist das Fragewort: Warum?
Warum-Fragen führen uns nämlich immer unmittelbar zurück in die Vergangenheit und machen nicht anderes, als nach den Ursachen bzw. noch schlimmer, einem Schuldigen zu suchen. Sprich, Warum-Fragen resultieren immer in übermäßigem Grübeln. Und was macht das? Genau, es aktiviert recht schnell die Amygdala, das Angstzentrum im Gehirn. Nicht gut!
Sich jetzt vorzunehmen, von nun an keine Fragen mehr zu stellen bzw. nicht mehr in diesen inneren Dialog einzusteigen, macht natürlich absolut keinen Sinn und ist sowieso quasi unmöglich. Was aber Sinn macht ist, sich zu überlegen, wie man Fragen dieser Art besser stellen kann.
Das Fragewort selbst macht den großen Unterschied!
Während Warum-Fragen also immer einen Blick auf die Vergangenheit werfen, führen uns Wie-Fragen stattdessen in die Zukunft. Sie suchen nämlich nach neuen Ansätzen, Lösungen und Ideen, indem sie den präfrontalen Kortex, das Planungszentrum in unserem Gehirn ansprechen. Und was noch besser ist: Sie können sogar die Ausschüttung von Dopamin begünstigen, da das Gehirn im Anschluss an eine Wie-Frage relativ schnell ein lösbares Problem vor Augen hat, mit dem es weiter arbeiten kann.
Ein ganz konkretes Beispiel: Statt der Frage "Warum fühle ich mich immer so gestresst?" wäre "Wie kann ich meine Zeit zukünftig besser einteilen?" die viel bessere und zielgerichtetere Alternative. Denn was passiert, ist, dass wir nicht - wie vielleicht gewohnt - damit beginnen, in der Vergangenheit nach einem Schuldigen für die Misere, das Gestresstsein zu suchen, sondern stattdessen nach vorne schauen und überlegen, anhand welcher Maßnahmen möglichst schnell Abhilfe geschafft werden kann.
7 Tage-Challenge "Wie statt warum"
Falls es Euch jetzt gerade wie Schuppen von den Augen fällt und Ihr vielleicht Lust auf eine kleine Challenge bekommen habt, versucht doch - und vielleicht erst einmal nur für eine Woche - das Fragewort WARUM durch das Wort WIE zu ersetzen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Ihr erstaunt sein werdet, wie viele Lösungen Euer Gehirn parat hat, wenn Ihr ihm nur die richtigen Fragen stellt. Und pssst... das klappt mit wirklich allen Fragen, in jedem erdenklichen Kontext und in jedem einzelnen Lebensbereich...
Seid Ihr dabei?
#questions

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Ralf (Samstag, 17 Januar 2026 10:52)
Sehr guter Hinweis & Ansatz!
Das versuche auch ich mal bei mir und meinen täglichen Herausforderungen �
Denise (Samstag, 17 Januar 2026 11:31)
@Ralf, klasse <3
Gabi Sahm (Mittwoch, 28 Januar 2026 12:32)
Sehr guter Tipp, vielen Dank!
Ab sofort gehe ich meine "Probleme"
so an und hoffe auf zufriedenstellende
Ergebnisse.
Denise (Mittwoch, 28 Januar 2026 16:56)
@Gabi, yay! Bin gespannt, was Du berichtest…
Astrid (Freitag, 30 Januar 2026 14:20)
Vielen Dank für die Sensibilisierung liebe Denise.
Ich werde es mitnehmen, sowohl privat als auch beruflich.
Ein richtig guter Ansatz!
❤️
Denise (Freitag, 30 Januar 2026 19:19)
@Astrid, das freut mich sehr <3